Wie ist die Auftragslage im Handwerk wirklich?
Die Auftragslage im Handwerk 2026 ist gespalten: Während rund 38 Prozent der Betriebe von einer gleichbleibenden oder besseren Situation ausgehen, melden 29 Prozent sinkende Umsätze – vor allem im Ausbaugewerbe und im Hochbau. Das zeigt der DIHK-Konjunkturbericht Frühjahr 2026. Der ZDH-Konjunkturbericht Q1/2026 bestätigt dieses Bild: Die Kapazitätsauslastung ist auf 75 Prozent gesunken – zwei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Auftragsreichweite liegt bei nur noch 8,9 Wochen.
Das klingt nach Krise – ist es aber nicht für alle. Betriebe, die in den richtigen Gewerken tätig sind, spüren kaum Einbußen. Andere kämpfen dagegen mit deutlich weniger Anfragen. Wer die Lage kennt und versteht, kann gezielt gegensteuern, statt abzuwarten.
Thomas M., Zimmereibesitzer aus dem Schwarzwald, kennt das Problem: „Wir hatten jahrelang mehr Anfragen als wir abarbeiten konnten. Seit Anfang 2025 ruft das Telefon seltener. Wir mussten umdenken – und das war eine der besten Entscheidungen, die wir je getroffen haben.”

