Warum der Krankenstand im Handwerk so hoch ist
Der Krankenstand im Handwerk lag 2024 bei durchschnittlich 7,0 % – das entspricht rund 20 Fehltagen pro Mitarbeiter und Jahr. Laut Fehlzeitenanalyse der IKK classic waren Muskel-Skelett-Erkrankungen (30,9 %), Atemwegsinfekte (17,9 %) und psychische Belastungen (14,2 %) die häufigsten Ursachen. Der Trend ist eindeutig: Die Zahlen steigen seit Jahren.
Für Handwerksbetriebe ist das kein abstraktes Problem. Wenn zwei Monteure gleichzeitig krank werden, steht eine Baustelle still. Termine platzen, Kunden werden unruhig, und die verbleibenden Kollegen arbeiten auf Verschleiß – was wiederum das Ausfallrisiko erhöht. Ein Teufelskreis.
Viele Betriebsinhaber reagieren mit Druck oder Misstrauen – ein Fehler. Wer nachhaltig den Krankenstand senken will, braucht einen anderen Ansatz: Ursachen verstehen, Bedingungen verbessern, klare Strukturen schaffen. Die gute Nachricht: Viele der wirksamsten Maßnahmen kosten nichts – außer etwas Konsequenz.

