Warum Gehaltsverhandlungen im Handwerk so heikel sind
Thomas Krämer, Elektromeister aus Augsburg, kennt das Gefühl: Sein bester Elektriker, 12 Jahre im Betrieb, kommt nach der Kaffeepause herein und möchte 400 Euro mehr pro Monat. Thomas schluckt. Zu viel? Zu wenig? Er weiß es nicht – und das ist das eigentliche Problem.
Gehaltsverhandlungen gehören zu den unangenehmsten Führungsaufgaben im Handwerk. Viele Chefs haben dafür keine Ausbildung bekommen. Gleichzeitig stehen Sie unter doppeltem Druck: Der Fachkräftemangel macht erfahrene Mitarbeiter Gold wert – wer einen verliert, sucht oft monatelang nach Ersatz. Andererseits müssen Ihre Lohnkosten zur Kalkulation passen.
Laut einer Bitkom-Studie 2025, für die 504 Handwerksbetriebe befragt wurden, nennen 72 % der Betriebsinhaber den Fachkräftemangel als ihre größte Herausforderung. Kein Wunder also, dass Gehaltsverhandlungen immer öfter zu echten Zerreißproben werden – besonders wenn ein Geselle droht, zur Konkurrenz zu wechseln.
Dabei lässt sich ein gutes Gehaltsgespräch vorbereiten wie ein Angebot: mit klaren Zahlen, einer fairen Argumentation und einem konkreten Ergebnis. Wie das geht, zeigen Ihnen die folgenden Schritte.

