Warum kalkulieren so viele Handwerksbetriebe ihren Stundensatz falsch?
Der Stundensatz im Handwerk berechnen – das klingt simpel. Doch die Realität sieht anders aus: Laut Daten der Handwerkskammern arbeiten zahlreiche Betriebe über Monate, manchmal Jahre, mit einem Stundensatz, der ihre tatsächlichen Kosten nicht deckt. Das Ergebnis? Am Jahresende fehlt Geld, obwohl der Auftragsbuch voll war.
Das Problem liegt selten in fehlendem Fleiß, sondern in falschen Annahmen bei der Kalkulation. Wer beispielsweise mit 2.080 statt realistischen 1.400 Produktivstunden rechnet, kalkuliert seinen Stundensatz um rund 33 % zu niedrig – und verschenkt bei drei Mitarbeitern schnell 20.000 bis 40.000 Euro pro Jahr.
Laut Bitkom-Studie 2025 berichten bereits 87 % der Handwerksbetriebe, dass Kunden heute deutlich preissensibler sind. Umso wichtiger ist es, selbst zu wissen, was eine Stunde wirklich kostet – und nicht auf Bauchgefühl oder Konkurrenz-Preise zu setzen.
In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie der Stundenverrechnungssatz korrekt aufgebaut ist, wie Sie ihn Schritt für Schritt berechnen und mit welchen einfachen Mitteln Sie Ihre Kalkulation in Zukunft auf echte Zahlen stützen können.

